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Kindliches Hören

Hörstörungen und Schnarchen- zwei häufige Probleme unserer kleinsten Patienten

Worauf sollen Eltern achten – Wann ist eine Therapie erforderlich ?

Schon in der 22. Schwangerschaftswoche ist das Innenohr voll ausgereift, das Hören beginnt also schon im Mutterleib.
Etwas eines von 500 Kindern kommt taub oder mit einer Hörstörung zur Welt, viel häufiger sind jedoch erworbene Hörstörungen im Alter zwischen dem 18. Lebensmonat und dem 5. Lebensjahr, die zumeist nach Infekten der oberen Luftwege auftreten.
Hier hat in den meisten Fällen das Mittelohr ein Belüftungsproblem, das Trommelfell kann nicht mehr schwingen denn Flüssigkeit behindert die Schallübertragung.
Hört das Kind schlecht, leidet die Sprachentwicklung. Die Spracheentwicklung bleibt stehen, Kinder beginnen erst spät zu sprechen, fragen ständig nach oder sind kaum verständlich in der Aussprache.

Woran merken Sie dass ihr Kind schlecht hört?

Bei den ganz Kleinen:

  • Ausbleiben von Schreckreaktionen auf Lärm
  • Keine Reaktion auf Geräusche oder Sprache
  • Kein brabbeln, plappern oder imitieren

Bei den 2-5-Jährigen:

  • Keine Kopfwendung auf Geräusche
  • Undeutliche, nuschelige Aussprache
  • Lautes Hören von Musik und Sprache von Tonträgern
  • Häufiges Nachfragen

Die häufigste Ursache ist die mangelnde Belüftung des Mittelohres.

Das Mittelohr benötigt Luft aus dem Nasenrachenraum, nur so können sich die Gehörknöchelchen frei bewegen.
Wenn kindliche Polypen (sog. Adenoide) den Nasenrachenraum füllen ist diese Belüftung gestört, auch vergrösserte Gaumenmandeln tragen oft dazu bei.
Das Kind atmet oft mit offenem Mund, schnarcht nachts und hat zuweilen nächtliche Atemstopps (sog. Apnoe). Auch schwitzen die Kinder oft im Schlaf überdurchschnittlich.
Gehäufte eitrige Mittelohrentzündungen sollten immer zum HNO-Arzt führen (empfiehlt Dr. Nadjmi)

Therapie:

Oft sind medikametöse Therapien erfolgreich, dies können abschwellende Nasentropfen, Schleimlöser und Inhalationen sein, auch naturheilkundliche Verfahren zeigen oftmals Besserung.
Wenn diese Therapieversuche ohne Erfolg bleiben kann mit eine kurzen ambulanten Operation das Gehör und die freie Atmung wieder hergestellt werden.
Ein kleiner Schnitt in das Trommelfell und die Einlage kleiner „Trommelfellröhrchen“ stabilisieren das Gehör. Auch die Polypen und die gelegentlich die Teilentfernung der Mandeln tragen zu besserem Gehör, besserer Sprachentwicklung und ruhigeren Nächten im kindlichen Schlafzimmer bei.
Eltern berichten oft schon in der ersten Nacht nach der Operation von ruhigerem Schlaf, verbessertem Gehör am Tage, und verbesserter Aussprache ihrer Kinder. „in einem professionellem Kinder-Operationszentrum ist der kleine Eingriff auch für Eltern stressfrei zu meistern“